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Prodel

(Prodelkamm)


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Prodel

Schwierigkeitsgrad




T3 - anspruchsvolles Bergwandern


Charakter
Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände für die Unterstützung des Gleichgewichtes. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen
Anforderung
Gute Trittsicherheit notwendig. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung



Gruppe
Allgäuer Alpen
Höhe
1487 m
Hütte(n)
Kuhschwandalpe, Obere Kalle
Talort(e)
Thalkirchdorf, Steibis

 


T O U R E N I N F O




*** Reizvolle Tour. Bei Nässe viel Morast - gerade im Bereich Eckhalde bis zum Himmeleck.

Eckhalde (Eckhaldekopf) - Himmeleck - Klammen - Denneberg
Schöne Ausblicke hinab ins Konstanzer Tal und hinüber zu der Salmaser Höhe, sowie zur südlich gelegenen Nagelfluhkette.

  • der Prodelkamm - von der Eckhalde bis zum Denneberg; von Kalle


  • Ein Bauer von Steibis war mit allen erdenklichen Glücksgütern gesegnet. Stolz prangte sein großer Hof an der Halde am Buchenegg. Sein Weib war gut und schaffig, und seine fünf Buben wuchsen so gesund und sauber heran, dass einen der Neid packen konnte. Im Stall hatte der Mann ein solches Glück, dass er schier als eine gebräuchliche Rede landauf landab ging. Wer ein Anbindkälble bei ihm kaufen konnte, der glaubte, dass er sich damit das Glück in den eigenen Stall holte.

    Jener Steibis sturdierte aber insgeheim oft in alten Büchern herum, und so kam er aufs Schatzgraben. Nachem in der ganzen Gegend viel die Rede war von den Venedigermännlein, wollte er deren heimlichen Goldadern in den unterirdischen Höhlen und Gängen der Berge nachspüren. Er tat deswegen manchmal ganz absonderliche Dinge, so dass ihn die Nachbarn für einen Narren hielten und über ihn lachten. Aber keiner der Zauber- und Beschwörungssprüche brachte den Bauern vorwärts. Es war alles für die Katz, bis ihm eines Tages ein Zigeuner für sündteures Geld einen Schatzspiegel verkaufte. In der nächsten Vollmondnacht sollte der erprobt werden.

    Der jüngste Bub des Steibiser Bauern war besonders nach dem Vater geraten und teilte auch dessen Neugierde für das Geheimnisvolle. Schaufel und Pickel auf dem Rücken, den Spiegel in der Hand, gingen Vater und Sohn beim nächsten Vollmond wohl eine Stunde vor Mitternacht auf die Schatzsuche. An einer alten Wettertanne, hart überm Weißachtal, zeigte der Spiegel einen solchen Glanz, dass es war, als ob eine blaue Flamme darauf tanze. So gruben die beiden unter dem Baum, bis ihnen der Schweiß von der Stirne rann. Als von irgendwoher der erste Schlag der Mitternachtsglocke ertönte, trat ein rotleuchtendes Männlein aus dem Wurzelgestrüpp, legte den Finger auf den Mund und bedeutete ihnen zu folgen. Jetzt war plötzlich alles anders. Wo eben noch Erde und Wurzelwerk gewesen, da sahen die Schatzgräber nun eine silberne Tür. Das Männlein klopfte mit seinem Fuß daran. Aber - der Bauer bemerkte gleich etwas und stieß den Buben in die Seite - hatte das nicht geklappert wie ein Rosshuf?

    "It blibe, Vatr, witrgong!" drängte der Bub, und sie folgten dem Männlein durch ein hellerleuchtetes Gewölbe in einen merkwürdigen Saal. An einer Wand hockten unheimliche Gestalten, zerlumpte Bettler, Edelleute in altertümlicher Kleidung, Kaufleute mit riesigen Geldkatzen am Gürtel, Bauern mit verwitterten Gesichtern, blasse Gelehrte, die alte Bücher unter den Arm geklemmt hatten, sogar ein Spielmann mit der Geige auf dem Rücken. Keiner von ihnen rührte sich; alle schauten vor sich hin. Da fiel dem Steibiser ein, was er einmal von der Schatzgräberhölle gelesen hatte: Der Teufel sperre besonders gierige Goldsucher und Goldmacher in eine Schatzkammer, wo sie beständig anstarren mussten, was sie auf Erden frevelnd begehrt hatten: Gold und Edelsteine. Und als sich der Bauer richtig umschaute, wirklich, da lagen Schätze aufgetürmt in unvorstellbarer Menge, Goldbarren, Münzen und Schmuck, Goldgerät und Edelsteine. Der Vater wusste nun, dass sie sich in der Schatzgräberhölle befanden, und es lief ihm das kalte Grausen über den Rücken. Der Bub aber hatte kaum die Herrlichkeiten gesehen, als er sich schon daraufstürzte und einsackte, was er nur konnte. Mit Schrecken sah es der Vater. Das Gesicht des Männleins aber verzog sich zu einer teuflischen Fratze. Da sprang der Vater herzu, zeichnete das Kreuzzeichen über sein Kind, und indem er den Buben packte, schrie er mit lauter Stimme: "Heiliger Engel, steh uns bei!" Ein furchtbarer Donnerschlag erdröhnte, und wie von Riesenfäusten geschleudert flogen die beiden Schatzsucher ins Leere.

    Wie dem Manne die Besinnung wiederkam, war der Morgenhimmel schon rot von der nahenden Sonne. Mit zerschundenem Leib und gebrochenen Gliedern lagen die Schatzgräber neben dem Loch bei der Wettertanne. Unzählige Asseln, Würmer und Engerlinge und Ohrenkreißer krochen daraus hervor, und ein entsetzlicher Gestank erfüllte die Luft. Nicht einmal zur Seite drehen konnten sich die beiden, sie mussten liegen bleiben, bis die Leute die Verletzten fanden und heimtrugen. Aber die beiden trugen demütig allen Spott, bis sie gesund waren und Gott für ihre Rettung durch ein vorbildliches Leben danken konnten. Fortan gaben sie aller Welt ein Beispiel, wie man sich durch Gerechtigkeit, Fleiß und Wohltätigkeit einen vergänglichen Schatz im Himmel sammeln kann. - Die Wettertanne aber wurde gefällt und das Schatzgräberloch damit ausgeräuchert.





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