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Laubenbergstein

(Burgruine Laubenbergstein)


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Laubenbergstein
Ansicht der Burg Laubenbergstein etwa im 16. Jahrhundert - Geschichte des Allgäus (Baumann)

Gruppe
historische Bauten
Höhe
746 m
Talort(e)
Stein im Allgäu



T O U R E N I N F O



Mauerwerk Ruine Laubenbergstein
Wappentafel der Laubenberger
Bronzeepitaph der Laubenberger
Erbaut wurde die Höhenburg Laubenberg (Laubenbergstein) wohl im 12. Jahrhundert durch die Bischöfe von Augsburg, die erste urkundliche Nennung erfolgte dann bereits im Jahr 1241 in Verbindung mit Heinrich von Laubenberg. Die Laubenberger standen immer wieder auch als Dienstmannen den Klöstern St. Gallen und Reichenau unter.

Um die Mitte des 15. Jahrhunderts lagen die Laubenberger wiederholt im Clinch mit dem Grafen Hugo von Montfort, welcher mehrfach die Burg Laubenbergstein plünderte. Das führte letztlich zu einem umfangreichen Ausbau der Burg. Schon 1559 wird jedoch der Schlossneubau Rauhenzell fertiggestellt und der Wohnsitz von Laubenbergstein dorthin verlegt, woraufhin die alte Burg der Laubenberger dem Verfall preisgegeben wurde.

Die Burg diente als Wacht an einem alten Illerübergang, an dem Zölle eingehoben wurden. Für eine Zeit lang führte auch die Salzstraße über diesen Übergang und brachte den Laubenbergern ansehnliche Einnahmen ein. Vor allem Kaspar von Laubenberg gilt als einer der reichsten Vertreter des Geschlechts. Der Reichtum weckte allerdings auch Begehrlichkeiten und führte dazu, dass die Burg während des Deutschen Bauernkrieges 1525 von Aufständischen besetzt und im Anschluss geplündert wurde.

Stein im Allgäu

Generell gestaltet sich der Zugang zu der Burgruine etwas umständlich. Mit einem kurzen Spaziergang verbunden ist dabei der Zugang von Norden - von Stein aus. Kostenlose Parkmöglichkeiten bieten sich etwa im Umfeld der Pfarrkirche St. Mauritius an. Vom Parkplatz in Richtung Süden entlang der Siedlungsstraße aufwärts und bei der Weggabelung am oberen Scheitelpunkt rechter Hand weiter bis an die letzten Häuser. Die Straße verengt sich zu einem Radweg und führt wieder leicht fallend zu einem Straßenkreuz hinab. Durch eine niedere Unterführung hindurch und entlang der B308 an den Fuß der bereits sichtbaren Burgruine Laubenbergstein. Im Westen der Ruine biegt ein Forstweg links ab und steigt mäßig steil an. Nach wenigen Minuten befindet man sich dann auch schon im ehemaligen Burghof, umgeben von dem historischen Gemäuer und dem beeindruckenden Artilleriedonjon.

Kopflose Geister


Die einstigen Burgherrn verübten entsetzliche Ungerechtigkeiten an ihren Untertanen. Einer der Laubenberger war gar so grausam, dass er jeden, der ihm nicht zu Willen war, kurzerhand enthaupten ließ. So mehrten sich mit der Zeit die Geister, welche ohne Kopf in dem Gemäuer der Burg umherwandelten. Und auch für das liebe Vieh gab es keine andere Todesart, als das Kopfabschneiden. So geistern überdies auch Hennen, Tauben, Rinder und Rösser ohne deren Köpfe des Nachts über den Burghof.





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