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Koppachstein


Zumeist werden die Koppachsteine nur im Winter im Zuge einer Skitour aufgesucht. Zu unrecht wie ich finde, gerade der Westliche Koppachstein hat nämlich einiges zu bieten

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Koppachstein
den Gipfel des Koppachsteins bildet ein auf die schmale Gratschneide aufgesetzter Nagelfluh-Block

Schwierigkeitsgrad


T3-4 - Alpinwandern
Charakter
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen
Anforderung
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden

Gruppe
Allgäuer Alpen
Höhe
1537 m
Hütte(n)
keine od. saisonal nicht bewirtschaftet
Talort(e)
Gasthof Sonne (Hittisau)

     


T O U R E N I N F O




*** Fahr- und Karrenwege, Steigspuren an der Gratschneide und teils weglos; am Westlichen Koppachstein Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig, bei Nässe gefährlich

Hittisau (Sippersegg-Alpen im Tal der Bolgenach)

Am besten werden die beiden Erhebungen der Koppachsteine als Rundtour angegangen. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Kapelle bei den Sippersegg Alpen, da hier auch etwa drei bis vier kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. Von der Kapelle noch ein kurzes Stück entlang der Straße gegen Westen wandernd, trifft man nach etwa 200 Metern auf einen einzeln stehenden Hof. Auf der Alpstraße hinauf zu der Gschwendmiesalpe und weiter zur Unteren Hobelalpe. Eine Geländestufe wird mittels einer kurzen Kehrenfolge des Sträßchens erklommen und über freie Weideflächen bald zu der Hochleckachalpe.

Um das Hüttengebäude rechts herum in den Kessel, welcher auch einen kleinen mit Schilf bewachsenen Tümpel birgt und offenbar als Streuwiese gemäht wird. Im Sattel angekommen wendet man sich nach links und steigt dabei stets etwas südlich unterhalb der teils durch Nagelfluh-Platten ausgebildeten Gratschneide zum höchsten Punkt an - dem Östlichen Koppachstein.



Der kommt recht unspektakulär daher, bietet aber ein paar schöne Ausblicke hinüber zu der Gipfelkette zwischen Hochhäderich und Hochgrat. Die Gipfel im Süden sind dagegen während des gesamten Tourenverlaufs stets im Blickfeld. Nach der Gipfelschau steigt man weiter in westliche Richtung immer dem Grat folgend hinab in die Einsattelung oberhalb der Oberen Hobelalpe.

Der in Folge ansteigende Grat zeigt jetzt ein anderes Gesicht, als der ganz zahme Grasbuckel des Östlichen Koppachsteins. Noch kurz auf dem Rücken ansteigend, stellt sich ein Nagelfluh-Band quer in den Weg. Kurz steigt man steil auf dieses rechter Hand hinauf und folgt oben angekommen, dem kleinen aber gut sichtbaren Pfad weiterhin gegen Westen. Immer wieder werden dabei Felsstufen auf guten Tritten erstiegen und der Grat verjüngt sich zusehends. Direkt am Grat liegende Nagelfluh-Blöcke werden auf ganz kleinem Steig links umgangen und eine etwa drei Meter hohe, mit Bäumen bestandene Felsnase wird mit Tritten und Griffen, aber auch den Halt bietenden Baumwurzeln, genommen (I). Ein letzter Grataufschwung wird linksseitig auf ganz schmaler, gleichmäßig ansteigender Rampe absolviert.

Man befindet sich in dem kleinen Sattel unweit des Gipfels. Eine kurze, gegen Osten auskragende Gratschneide trägt dabei einen Nagelfluh-Block als Gipfelfelsen. Wieder ein paar Schritte zurück in den Sattel und gegen Westen weiter, übersteigt man einen Stacheldraht und gelangt so auf die moderat gegen Norden geneigte Gipfelwiese. Die ist an den Rändern bewaldet, bietet aber auch ein paar schöne Ausblicke durch einige Lücken. Insgesamt bietet der Westliche Koppachstein weniger Aussicht als sein östlicher Nachbar, die Besteigung gestaltet sich aber ungleich interessanter. Vergleichbar etwa mit dem Übergang zwischen Falken und Hochhäderich - nur etwas kürzer und auch mit mehr Bewuchs durch Bäume.



Für den Abstieg bleibt man auch hier wieder in Gratnähe, weicht aber zusehends etwas gegen Norden aus. Eine Nagelfluh-Platte bildet die, durch die Tektonik aufgestellte, natürliche Begrenzung gegen die zunächst noch recht abrupt abfallende Südflanke. Im weiteren Verlauf zeigt sich aber die Südseite bald zahmer und man kann etwa auf Höhe von rund 1400 Metern in die südlichen Weideflächen absteigen und gelangt zu der sehr schön gelegenen Alpe Schrofen (Schrofenalpe). Hinter dem Hüttengebäude beginnt eine Art alter Saumweg, welcher zwar recht stark mit Gras bewachsen, aber durchaus gut im Gelände erkennbar ist. Über diesen erreicht man schnell die Dürlisbergalpe. Direkt unterhalb der Seilbahnstütze leitet der vorhin genannte Saumweg in die Weidegründe hinab. Optional könnte man aber auch den von der Dürlisbergalpe abgehenden Fahrweg nutzen.

Der Saumweg quert ein weiteres Mal den Fahrweg, ist aber im untersten Teil nur noch schwer auffindbar. Dort wäre es empfehlenswert, auf dem Fahrweg zu bleiben und über diesen - an der Klösterlealpe vorbei - den Abstieg zurück hinunter zur Straße und dem Einzelhof zu bewerkstelligen. Wie eingangs im Zugang, wandert man letztlich ab dem Hof die Straße entlang zurück zu der Kapelle und den Parkplätzen.

der östliche Koppachstein als Skitour; von Kauk





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