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Kackenköpfe


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Kackenköpfe
Höchster Kackenkopf - im Hintergrund Oberstdorf - © Kauk

Schwierigkeitsgrad




T5 - anspruchsvolles Alpinwandern


Charakter
Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr
Anforderung
Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil



Gruppe
Allgäuer Alpen
Höhe
1560 m
Hütte(n)
Rohrmoos
Talort(e)
Rohrmoos

 


T O U R E N I N F O




*** Berg mit sehr üppiger Vegetation. Bei Nässe rutschig. Im Gipfelbereich pfadlos.

Namensherkunft

Erstmals erwähnt wurden die Kackenköpfe im Jahr 1503 in einer Akte als an den hintersten Kacken, weiters folgte 1606 in die mittelst Karka oder 1714 in den hohen Felsen, der Mütter Karkhen genannt. Erst 1819 ist zum ersten Mal ein Kakenkopf beschrieben. Basis des Namens ist das mundartliche Wort "Khag" was soviel bedeutet wie Krautstrunk, Baumstumpf sowie Strunk. Damit ist das Aussehen des Berges gemeint. Aus Nordosten gesehen kommt für den Höchsten Kackenkopf auch noch die Bezeichnung als Horn in Frage, was 1818 in einer Militärkarte verwendet wird bzw. der Namenspate für die Alpe Unter dem Horn war.
(vgl. Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2008 S. 107 f.)

Riezlern (Außerschwende)



Ausgangspunkt ist der kleine Gatterparkplatz (1117 m), den man von Riezlern über Schwende erreicht. Von hier vorzugsweise mit dem Mountainbike auf der Straße weiter zum Gasthof Hörnlepass und auf Forstwegen mit etwas Auf und Ab, den Bächteletobel durchquerend zur Kreuzung, an der der Alpweg zur Osterbergalpe (1268 m) abzweigt. Hier empfiehlt es sich das Rad zu deponieren und zu Fuß die Kehren hinauf zu wandern. Kurz vor der Alpe vom Weg ab, um mit etwas Höhenverlust in die Südflanke unter den höchsten Kackenkopf zu queren. Der untere Teil der Flanke ist nasses Weideland, dass von einem Waldriegel begrenzt wird. Diesen gilt es zu durchqueren, um dann in die markante, breite Rinne zu gelangen, die bis zum Grat weit oben hinaufzieht. Man kann den Riegel relativ weit rechts hinter sich bringen, um dann nach Nordwesten zur Rinne zu gelangen. Die Rinne gibt den bestmöglichen Anstieg vor, teilweise etwas Totholz, teilweise etwas steiler. Insgesamt ist die Rinne aber gut gegliedert und mit guten Tritten versehen. Oben am Ostrücken angelangt, folgt man der Grathöhe, an einer felsigen Stufe weicht man etwas in die Nordflanke aus, um sich nicht durch Tannenzweige wühlen zu müssen. Mit etwas Felskontakt wieder auf den Rücken hinauf und immer nahe der Abbruchkante mit schönen Ausblicken zum schmucklosen Gipfel des Östlichen Kackenkopfs (1560 m).

Beim Übergang zum Mittleren Kackenkopf (1558 m) orientiert man sich am besten weiter an der Grathöhe bzw. der Abbruchkante im Norden. In der Scharte trifft man dann zum ersten Mal auf menschliche Spuren, ein verfallener Ansitz. Von der Scharte bleibt man auf einem Wildwechsel an der Grathöhe, ein Ausweichen in die Südflanke sollte sinnlos sein, da hier nur senkrechte Wände warten. Es geht ein Stück aufwärts, bis die schrofige Passage auf der Nordseite erklommen werden kann. Sie ist gut gestuftes und gebändertes Gelände mit allerlei Variationsmöglichkeiten (bis I. Schwierigkeitsgrad). Der Abstieg vom Mittleren Kackenkopf ist an der Abbruchkante durch einiges Totholz verlegt, es bietet sich an, durch den lichten Jungwald in die trennende Scharte abzusteigen. Von dort geht es wieder direkt an der Grathöhe hinauf zum Gipfel des Westlichen Kackenkopfs.

Nun gilt es wieder auf den Forstweg zu gelangen, der zurück zur Osterbergalpe führt. Hierzu steigt man an der Grathöhe nach Westen hinab - und zwar so lange, bis man auf einen weiteren Ansitz trifft. Von ihm leiten Pfadspuren nach rechts (Norden) die kurze Felswand hinunter. Unten steigt man dann die Schneise hinab, die genau nach Süden auf das Gasthaus Hörnlepass zeigt. Das Gelände ist kaum steil und man erreicht problemlos den Fahrweg. Wer diese Variante zum Aufsteigen nutzen will, der verlässt den Fahrweg zwischen dem Ansitz an der Ausweichbucht und der ersten Felswand neben dem Weg (beides in Aufstiegsrichtung rechts).
Autor: Kauk

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Gatterkopf

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