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Hoher Ifen


Sonderbar geformter Berg, welcher eine Hochfläche ausbildet die rundherum als beinahe senkrechte Felsfluh (Ifenmauer) abbricht. Im Norden ist dem eine ausgedehnte Karstfläche - das sogenannte Gottesackerplateau - vorgelagert.

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Hoher Ifen
der Gipfel des Hohen Ifen im letzten Abendlicht - © Kauk

Schwierigkeitsgrad




T4 - Alpinwandern


Charakter
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen
Anforderung
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden



Gruppe
Allgäuer Alpen
Höhe
2230 m
Hütte(n)
Bergadler
Talort(e)
Hirschegg

     


T O U R E N I N F O




*** Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vor allem an den Gipfelzustiegen notwendig. Das Gottesackerplateau ist durch die tiefen Felsklüfte und der Gleichförmigkeit des Geländes halber gerade bei Nebel gefährlich.

Hirschegg Auenhütte Melköde Schwarzwasserhütte Eugen-Köhler-Weg

Von der Auenhütte nahe Hirschegg über den Fahrweg zunächst zur Melköde und anschließend auf einem Fußsteig zur Schwarzwasserhütte (DAV Sektion Schwaben). Von hier nach Nordwesten und später gegen Südosten, mehrere kleine Täler querend zur Ifersguntalpe. Weiter in nördlicher und bald östlicher Richtung auf dem Eugen-Köhler-Weg zu den südlichen Hängen und Abstürzen des Hohen Ifen. Über drei mit Stahlstiften und Drahtseilen gesicherte Felspassagen gelangt man durch eine Lücke zwischen den Felsfluhen auf das Ifen-Plateau. Von hier muss man in nördlicher Richtung noch etwas mehr als 200 Höhenmeter überwinden, bis der Gipfel in 2230 Meter Höhe erreicht wird.
Autor(en): Kauk, kalle



Erweiterungsmöglichkeiten


Berlingerköpfle (Pellingerköpfle)
Schneckenlochhöhle

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Hoher Ifen von Wäldele/Hirschegg über Kürental; von Kalle
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...mit einem versteinerten Meere ist es verglichen worden, mit einem Meere, „das in höchster Erregtheit und Aufwühlung plötzlich erstarrt ist.“ Aber nicht bloß die überwältigende Öde und Wildheit der Gesamterscheinung erfüllt uns mit Bewunderung, sondern mehr noch sind es die einzelnen Erscheinungen, die sich beim Überschreiten der gewaltigen Hochfläche zeigen, die merkwürdigen Karrenbildungen...

A. Waltenberger meint dazu: „Der Tourist betrete eine der weißgebleichten Steinplatten, die, weit in das Gewirr der Zacken und Klüfte sich erstreckend, leichten Zugang zu dieser Zauberwelt verheißt! Kaum sind wenige Schritte auf der glatten Kalkfläche zurückgelegt, so hindert plötzlich eine breite Kluft ein weiteres Vorwärtsschreiten. Der finstere Schlund ist zu breit, um übersprungen werden zu können und der Wanderer ist deshalb genötigt, die eingeschlagene Richtung zu verändern. Man windet sich nun durch ein Zackengewirr zur Linken oder zur Rechten, steigt hier in eine weite Felsmulde abwärts, sucht an der jenseitigen zerklüfteten Steilwand emporzuklimmen, umgeht einen gähnenden Schrund von ungemessener Tiefe und muss schließlich wieder weite Strecken zurückwandern, weil hier messerscharfe Schneiden, welche zu Hunderten nebeneinander aufragen, ein Vorwärtsdringen an dieser Stelle unmöglich machen. – Und welch wunderliche Gebilde erblickt das Auge! Hier ragen Dutzende in die feinsten Spitzen auslaufende Steindolche, daneben erblicken wir Messer und Beile, Hellebarden und schneidige Waffen, seltsam geformt wie uraltes Rüstzeug aus längst vergangener Zeit; dort starren Tausende von zernagten und zerfressenen Zacken, durch enge, gewundene Schründe von einander getrennt und hellklingend beim Anstoß des eisenbeschlagenen Bergstockes; dort sind mächtige Steinplatten von merkwürdigen rundlichen Öffnungen nach allen Richtungen durchsetzt und, gerade wie Holz von Insekten, hier gleichsam von geheimnisvoll riesigen Bohrwürmern zernagt und zerfressen.“



"...Breit und hoch öffnet sich das Tor, gewaltige Blöcke und zahlloses kleineres Getrümmer lagert umher. Ein tiefer, gähnender Schlund zieht abwärts in das Innere des Berges, und durch ein zweites, scharfkantig sich abhebendes Portal sehen wir eine Art vorhalle gebildet, an die sich die innere Höhle anschließt. Über wirr durcheinander geworfene Blöcke und Platten steigen wir vorsichtig abwärts. Als ein breites, flaches Gewölbe schließt sich hoch über uns die Decke; bald finden wir auf dem Boden blankes Eis und in einer dunklen Ecke hängt wie ein faltenreicher Mantel ein breites Band von Eiszapfen nieder. Durch das zweite Portal dringen wir tiefer ein. Es wird dunkel um uns, wir müssen Kerzen anzünden. Ein ganzer Berg herabgestürzter Felstrümmer bedeckt den Boden, immer höher aber scheint über uns das Höhlendach emporzusteigen; nicht mehr wie vorher als flaches Gewölbe, sondern in steilen Spitzbögen schließen sich die Wände zusammen und bilden einen bewundernswerten Riesendom, dessen Umfang unser Kerzenlicht nur undeutlich erkennen lässt..."
aus "Die Allgäuer Alpen - Land und Leute" von Max Förderreuther (1907)





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