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Bodenloser See


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Bodenloser See
der sagenumwobene Bodenlose See

Schwierigkeitsgrad


T1 - Wandern
Charakter
Weg in gutem Zustand. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalem Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden
Anforderung
Keine, meist auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich

Gruppe
Sagen und Mythen
Höhe
775 m
Talort(e)
Steinbach, Seehof



T O U R E N I N F O



Seehof bei Steinbach

Eine Umrundung des Bodenlosen Sees kann eigentlich nur recht weiträumig unternommen werden, da der Nahbereich des Gewässers stark sumpfig ist und sich immer wieder Stachelzäune in den Weg stellen. Wer die ausgedehnte Runde in Angriff nehmen möchte, stellt sein Gefährt am besten in einer Wegbiegung etwa einen halben Kilometer vor dem Weiler Seehof am Waldrand ab. Es gibt dort eine Weggabelung mit einem beginnenden Forstweg und man kann von der Geländekante südöstlich des Bodenlosen Sees das Gewässer auch erstmals ins Auge fassen, sofern man sich von Süden nähert.

Kurz auf der Straße gegen Westen wandernd, verlässt man diese und steigt auf einem Holzbringungsweg zu einer bewaldeten Anhöhe südlich des Sees auf. Durch den dichten Forst dem Fahrweg folgend zu einer Lichtung und einer weiteren - durch eine Einsattelung getrennte - Erhebung. Kurz an einem Stacheldraht entlang über einen Graspfad und ab der Anhöhe wieder auf einem breiten Wiesenweg gegen Norden hinauf bis kurz vor den Weiler Hofen. Ein weiterer Fahrweg biegt rechts ab und führt auf Pracht zu. Südlich von Pracht schreitet man abermals auf einem Wirtschaftsweg und quert den von Salchenried herabfließenden Mühlbach um etwa der Geländekontur folgend auf diesem Weg bis kurz vor den schon lange sichtbaren Bodenlosen See zu gelangen.



Der Zugang zum See scheint verlockend, kann aber aufgrund des sumpfigen und feuchten Untergrunds nur barfuß oder mit Gummistiefeln bewältigt werden. Der für den Anmarsch genutzte Fahrweg endet hier. Die im Osten vorbeiführende schmale Straße erreicht man aber, wenn man kurzerhand entlang dem Drainage-Graben zu dieser hinüber wandert. In Kürze gelangt man auf besagter Straße wieder zum Ausgangspunkt der Runde.



Abschrift einer Tafel nahe des Sees
Der "bodenlose See"

Dieser einsame See gibt Anlass zu vielen Geschichten und Sagen. Goldsucher sollen vor langer Zeit einen Schatz aus der Tiefe dieses Sees geborgen haben, der Ihnen von einem in diesem Wasser hausenden Untier wieder entrissen wurde. Alle 100 Jahre soll dieses Ungeheuer seinen Schlupfwinkel verlassen und Mensch und Tier in Schrecken versetzen. Bis zur Säkularisation war der See Eigentum des Bischofs von Augsburg und ist jetzt in Privatbesitz. Gar unermesslich scheinen die Tiefen dieses sonderbaren Sees, der seinen Zufluss aus unterirdischen Quellen erhält. Sein Wasserspiegel lässt sich nur schwer regulieren, es ist der Rest einer Moräne. Man glaubt in Abgründe der Unterwelt zu blicken, wenn in der Tiefe die riesigen Schatten der versunkenen Wälder vom Kahn aus zu sehen sind. Rotaugen, Barsch, Schleie, Hecht und der überaus schlaue und selten gewordene Wildkarpfen besiedeln den See. Wildenten, Teichhühner und Möwen entfalten in diesem abgelegenen, düsteren Wasser ihr geräuschvolles Treiben. Dagegen sind Regenpfeifer, Haubentaucher und Reiher selten geworden. 1918 wurde das mit bäuerlichen Altertümern ausgestattete Jagdhaus des Seebesitzers, das Bade- und Kahnhaus ausgeraubt und verbrannt. Dieser "bodenlose See" umfasst nur noch ein Zehntel des ursprünglichen Umfanges. Er ist ein richtiger Wildsee, für Geologen, Heimatkundler, Jäger und Fischer ein interessantes Gewässer. Erhaltet und schützt das von der Natur Geschaffene!

Verträumt und tannenumgrünt liegt an der Südseite des Auerberges der "Bodenlose See". In schauriger Tiefe bewacht ein Ungeheuer einen unermesslichen Schatz. Die Venedigermännlein, die durch ihre Erdspiegel um alle Schätze wussten, konnten ihn vorzeiten nicht heben; sie kamen in Streit und balgten sich am Seeufer aus Habsucht, Neid und hilflosem Zorn. Seitdem haben es immer wieder Menschenkinder versucht, den See zu ergründen. Doch das Unendliche lässt sich nicht mit endlichen Maßen bezwingen.

Das mussten auch zwei Jäger aus Sulzschneid erfahren. Sie hatten eigens im Unterland ein unendlich scheinend langes Seil winden lassen. Daran ließen sie von einem Kahn in der Mitte des Sees eine vierzigpfündige Bleikugel als Lot in die Tiefe. Je tiefer das Lot sank, desto schneller sauste die Winde, auf die das Seil gewickelt war. Aber das Lot fasste nicht Grund. Das Seil war zu Ende. Mit einem jähen Ruck schlug der Kahn zur Seite und ging mit einem unheimlichen Gurgeln in einem Strudel des sich nun hoch aufbäumenden Sees unter. Die beiden Burschen waren dabei in das Kalte Wasser gestürzt und konnten nur mit Müh und Not an das rettende Ufer erreichen. Ihnen war klar, dass das Ungeheuer im Bodenlosen See nach ihnen gefasst hatte.

Beim Wirt in Roßhaupten suchten sie hinterher ihren Schrecken mit einer großen Menge Bier hinunter zu spülen. Und endlich als sie sich wieder ordentlich Mut angetrunken hatten, behaupteten sie die Tiefe des Sees endgültig gemessen zu haben. Sie logen, dass sich die Balken bogen. Da wollten die umsitzenden Bauern die beiden Helden mit Gewalt zwingen, das Abenteuer in ihrem Beisein zu wiederholen. Aber so weit reichte der Mut doch nicht, sodass die Jäger heimlich Reißaus nahmen.





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