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Auerberg


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Auerberg
   die St.-Georgs-Kirche am Gipfel des Auerbergs

Schwierigkeitsgrad

T1 - Wandern
Charakter
Weg in gutem Zustand. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalem Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden
Anforderung
Keine, meist auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich

Gruppe
historische Bauten
Höhe
1055 m
Talort(e)
Bernbeuren

     



KOORDINATEN   47.73540 • 10.73566 | WETTER | WEBCAMS | TOURENKARTE | ANFAHRT (GoogleMaps)


T O U R E N I N F O


Lange Zeit schrieb man die Wälle im Gipfelbereich des Auerbergs den Kelten zu. Archäologische Grabungen in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts widerlegten diese Annahme jedoch. Das Wallsystem konnte eindeutig den Römern zugeschrieben werden. Dies belegen römische Funde aus den untersten Wallschichten und auch die einheitlichen Abmessungen der Anlage sprechen für den Bau durch römische Hand.

Das es sich bei der Anlage um die "akropolisgleiche Burg mit Namen DAMASIA" - wie sie der griechische Geograph Strabon beschrieb - handelt, ist nicht bewiesen. Die Historiker sind sich auch uneinig, ob es sich bei dem Bauwerk aus dem Werk Strabons "GEOGRAPHICA" um eine ursprünglich keltische oder eine römische Gründung handelt. Als erwiesen gilt jedoch, dass sich in dem Areal in frührömischer Zeit eine FABRICA - also eine Art Produktionsstätte oder Gewerbegebiet - befunden hat. Warum diese infrastrukturell bedeutende Anlage auf einem so exponierten Höhenzug und in relativ großer Entfernung zu der Via Claudia Augusta errichtet wurde erscheint rätselhaft. Archäologische Befunde belegen jedoch, dass diese FABRICA aber schon nach etwa 35 Jahren wieder aufgelassen wurde.

Noch heute sind die Erdwälle sichtbar, welche die römerzeitliche Anlage umfassten. Um den Kirchberg fanden sich im Zuge von Ausgrabungen (1966-79) zahlreiche Pfostenlöcher einer frühkaiserzeitlichen Siedlung.

Um etwa 800 n. Chr. entstand auf der weithin sichtbaren Landmarke des Auerbergs eine erste christliche Kirche, welche sich zu der Urpfarrei St. Georg entwickelte.



Heute folgen mehrere Wanderwege dem Verlauf der einstigen Wallanlage und der als Römerweg ausgeschilderte Karrenweg führt von Bernbeuren über die Ostflanke zum Gipfelplateau.

Am Auerberg rühmte sich einmal ein Jäger, dass er immer, wenn an Sonn- und Feiertagen die Wandlungsglocken von den Kirchen um den Berg zu läuten begännen, die besten Schüsse tue. Dem geschah es nun eines Tages, dass ein anderer, wild ausschauender Jäger auf einem gewaltigen Rappen dagegenschoß, so dass die beiden Kugeln sich in der Luft trafen und einander zerfetzten. Von da an wagte es der Frevler nie mehr, einen Feiertag durch Jagen zu entheiligen.

Der fremde Jäger auf dem Rappen, so erzählt man am Auerberg, sei der Geist eines Heiden, der sich dereinst nicht habe zum Christentum bekehren lassen wollen. Er entsteige manchmal den unterirdischen Gängen, die den Berg nach allen Seiten durchziehen, und büße seine einstige Hartnäckigkeit dadurch, dass er über den Sonntagsfrieden des Wildes wache.



Der Sage nach habe sich am Auerberg einst auch eine Heidenstadt befunden, welche später aber untergegangen sei. Früher war man beim Graben oft auf Mauerwerk gestoßen oder hatte unterirdische Gänge entdeckt, welche allesamt zum Gipfel des Berges führten.



In heidnischer Zeit sollen sich zwei Drachen um den Auerberg als ihre Heimstatt gestritten und bekämpft haben. Dann kam St. Georg und tötete die beiden Ungetüme. Als Zeichen seines Sieges baute er aus den Resten einer heidnischen Burg ein christliches Kirchlein auf dem höchsten Punkt des Auerbergs.

Nach einer anderen Sage soll auf dem Auerberg ein Drache gehaust haben. Als Sankt Magnus in das Land kam, hatte St. Georg das Untier bereits erlegt. Der Kadaver des Drachen ist mit der Zeit dann förmlich in den Berg hineingewachsen. Nur der "Kamm" ragt noch etwas heraus, auf ihm erhebt sich heute das Georgskirchlein. Es kann aber sein, dass im Herzen des Drachen noch einiges Leben ist; wenn man das Ohr an den Boden legt, hört man es noch manchmal gleichmäßig im Inneren des Berges pochen. Nach alter Prophezeiung wird nämlich einst am Ende aller Tage ein gewaltiger Drache aus dem Berginnern kommen und den Berggipfel einfach wie einen Deckel wegschieben. Dann wird die ganze Bosheit der Welt darin zu Tage treten und das Weltende ist ganz nah.


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