Notrufapp SOS EU ALP

Hittisberg  (gelesen 1011 mal)

0 User und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Kauk

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.817
Hittisberg
« am: 19. Jan 2014 - 17:35 Uhr »
Nach meiner Tour auf Hochrieskopf und Renkknie bin ich auf der Heimfahrt nach kurzer Zeit nochmal angehalten um noch den Hittisberg (1328 m) mitzunehmen.

Route: Passhöhe Sausteig - Hittisbergalpe - Nordflanke - Hittisberg und retour.

Zwischen der Abzweigung der Straße nach Sibratsgfäll bis kurz vor die Passhöhe am Sausteig (1047 m) gibt es im Winter ein absolutes Halteverbot wegen Schneerutschgefahr, an der Passhöhe beginnt dann ein allgemeines, absolutes Halteverbot. Somit ergab sich als Parkmöglichkeit eine kleine geräumte Bucht am Straßenrand in Richtung Hittisau zwischen den beiden Halteverboten. Von dort nun hinab bis zum Abzweig eines Alpsträßchens (ca. 1000 m), dass zu den Hinterbergalpen führt. Auch hier wäre eine kleine Bucht zum Parken, wäre nicht das Halteverbot.

Man folgt der Alpstraße hinauf, bis sie nach links abknickt. Hier führt auf den Ostrücken des Hittisbergs ein Forstweg geradeaus (Wegweiser Hittisbergalpe). Nun auf dem Forstweg bis zur Hittisbergalpe, dieser Weg ist in vielen Karten nur als Wanderweg oder gar Steig eingezeichnet. An der Hittsbergalpe nach links (Wegweiser) die freie Nordflanke (Rücken) hinauf. Bei der aktuellen Schneelage sind noch die Wegweiserpflöcke zu erkennen. Oben dann eigentlich direkt am Rücken in den eher lichten Wald hinein und dem Sommerweg folgen. Kurz unterhalb des Gipfels gelangt man wieder in freies Gelände, wobei die freien Flächen nach Südosten gequert werden. Danach auf den Ostrücken und nach Westen in Kürze zur kleinen Hütte und dem Gipfel des Hittisbergs. Zurück auf gleichem Weg.

Gefahrenpotential: Ich würd davon abraten, den Berg im Hochwinter über die Nordroute zu besteigen. Bei den aktuellen Verhältnissen ist sie noch vertretbar. Bei mehr Schnee sind die extrem steilen Flanken mit Sicherheit kritisch zu bewerten, insbesondere die freie Flanke unter dem Gipfel, auch auf dem Forstweg droht von oben Gefahr. Im Waldbereich ist Trittsicherheit auf lehmigem Boden und feuchten Nagelfluhfelsen nötig, gerade jetzt mit geringer Schneelage.

Gestrige Verhältnisse: Bis zur Alpe konnte ich in den Spuren eines Holztransports gehen, danach musste ich durch meist Knie tiefen Schnee spuren. Das ging ohne Schneeschuhe ganz passabel, da der Untergrund mit festen, grobörnigem Schnee bedeckt war und man somit mit den Bergschuhen gut Halt fand. Darüber gut 20 cm lockerer Schnee. Aktuell ist der Boden noch nicht flächig eingeschneit, Wegtrassen sind noch oft erkenn- und nutzbar.

Fazit: Kurze Spritztour, vom Gipfel nette Ausblicke. Lässt sich bequem an Touren im Balderschwanger  oder Hittisauer Gebiet anhängen. Wer in Hittisau startet,  der hat mit der Überschreitung eine nette und dann auch etwas längere Rundtour vor sich.

Anbei noch ein paar Impressionen.
« Letzte Änderung: 19. Jan 2014 - 18:19 Uhr von Kauk »
  • hilfreich

Tags:
 





aktuell online
Bilder • 35.853
Themen •   5.439
Beiträge • 49.265


IMPRESSUM
DATENSCHUTZ
FAQ

(V.14.11) © alpic.net und Autoren 2001 - 2019 nach oben