Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch  (gelesen 8660 mal)

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Offline Kauk

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Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« am: 29. Mai 2010 - 17:04 Uhr »
Nachdem mich das Wetter jetzt über einen Monat im Stich gelassen hat und mir an meinen freien Tagen immer Sauwetter präsentierte, ergab sich gestern morgen für mich ein kleines Gut-Wetter-Fenster, dass ich sofort ausgenutzt hab: Aggenstein (1985 m), Breitenberg (1838 m) und Brentenjoch (2000 m).

Vom Parkplatz der Bad-Kissinger-Hütte in Enge (1150 m) ging es den Schildern folgend auf Weg 411 hinauf zur Hütte (1788 m) und von dort durch die Südflanke zum Gipfel des Aggenstein (1985 m). Die schrofige Gipfelwand ist mit Ketten versichert und der Fels schon arg speckig (was es für mich durchaus spannend machte, zumal ich nassen Boden an den Sohlen kleben hatte  ;)). Vom Gipfel über die Schrofen wieder hinab bis zum Wegweiser und über eine immer noch mächtige Wechte in die Nordflanke mit den Serpentinen im Langen Strich und hinab in Richtung Breitenberg. Auch hier sind im unteren Teil einige Stellen mit Drahtseilen und Klammern versichert.

Am Fuße des Aggenstein trifft der Pfad auf die Fahrwege des Breitenbergs, den man auf selbigen ohne Probleme erreicht: Vorbei an der Bergstation des Sessellifts geht es hinauf zur Ostlerhütte (1838 m). Auf gleichem Weg zurück in den Sattel (1635 m) zum Aggenstein hin und dann links in das Kar (ca. 1497 m) unter dem Aggenstein.

Wieder den Schildern zur Bad-Kissinger-Hütte folgend unschwierig aber recht steil hinauf in den tiefsten Einschnitt zwischen Aggenstein und Brentenjoch. Von dort zunächst dem Weg Richtung Füssener Jöchl folgen, bald aber nach links auf einen unmarkierten Pfad abbiegen. Dieser führt als Tannheimer Höhenweg über den Westgrat zum Brentenjochgipfel (2000 m). Er verläuft durch schöne Latschenwälder und meist entlang der Kante der Nordabbrüche, was spektakuläre Tiefblicke erlaubt, die bei mir im Nebel aber leider meist graue Theorie blieben. Vom Brentenjoch führt der Abstieg die Südflanke hinab zum Vilser Jöchl (1718 m) und über die Sebenalpe und das Seebachtal zurück zum Parkplatz.

Fazit: Schöne Rundtour, die vorallem auf der Nordseite landschaftlich sehr reizvoll ist. Durch die Isolation der Gipfel von Brentenjoch und Aggenstein ergeben sich auch recht gute Ausblickmöglichkeiten in die Ammergauer, Lechtaler und Allgäuer Alpen und ins Unterland steht dem sowieso nichts mehr entgegen. An Wochenenden mit schönem Wetter aber im Bereich Aggenstein und Breitenberg sehr überlaufen. Insgesamt hält die Tour dann doch ca. 1550 Höhenmeter bereit, die mir meine Beinmuskeln heute etwas vorhalten ;D.

Nun noch ein paar Eindrücke von der Tour...

Bild 1:
Erste Sonnenstrahlen am Aggenstein-Gipfel und Bad-Kissinger-Hütte

Bild 2:
Sonnenaufgang am Rauhhorn-Zug, rechts das Gaishorn
« Letzte Änderung: 02. Jun 2013 - 21:37 Uhr von Kauk »

Offline Kauk

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Re: Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #1 am: 29. Mai 2010 - 17:06 Uhr »
Bild 3:
Leilachspitze

Bild 4:
Rote Spitze und Hochvogel
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Offline Kauk

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Re: Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #2 am: 29. Mai 2010 - 17:10 Uhr »
Bild 5:
Vilsalpseeberge von der Sulzspitze bis zum Bschießer

Bild 6:
Porta Alpinae (ein Projekt des Künstlers Guenter Rauch unter dem Motto "Öffne die Türe für eine andere Welt") mit Bad-Kissinger-Hütte und Aggenstein-Gipfel
« Letzte Änderung: 29. Mai 2010 - 17:17 Uhr von Kauk »
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Offline Kauk

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Re: Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #3 am: 29. Mai 2010 - 17:12 Uhr »
Bild 7:
Aggenstein-Gipfel, vermutlich leer wie selten im Sommer  ;D

Bild 8:
Nochmals der Gipfel, halt anders ;), dahinter Einstein und Schönkahler
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Offline Kauk

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Re: Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #4 am: 29. Mai 2010 - 17:15 Uhr »
Bild 9:
Aggenstein-Nordansicht, die schiefe Ebene unterm Gipfel ist der Lange Strich

Bild 10:
Blick auf den Westgrat des Brentenjochs, leider schon im Nebel
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alex

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Re: Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #5 am: 29. Mai 2010 - 17:53 Uhr »
das "schön-wetter-fenster" optimal genützt.

wenn wir dann auch noch durch die aufnahmen profitieren dürfen geht's eh nicht mehr besser :-L)

gruß,
alex
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Offline Kauk

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Re:Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #6 am: 20. Mai 2013 - 22:44 Uhr »
Vorgestern den besten Tag für längere Zeit :no( genutzt :-L) und eine die Tour als abgespeckte Genussrunde über den Aggenstein zum Brentenjoch mit Abstecher zum Rossberg (1945 m) gemacht. Morgens waren noch viele Wolken an den Berghängen, später riss es auf, nur die Tannheimer wurden hoch oben eingenebelt, denke hat aus dem Vilstal einiges heraufgedrückt. Insgesamt hatte ich den Aggenstein für mich allein, bevor der Ansturm los ging war ich am Westgrat und als ca. 6 Leute auf dem Brentenjoch waren, saß ich wieder allein auf dem Rossberg...antizyklisch ist immer besser :-L).

Vorgestrige Verhältnisse (Damit man mal weiß was die Grundlage für die Schneefälle darstellt ;D):
Aufstieg zum Aggenstein ist komplett schneefrei, Langer Strich im oberen, vom Gipfel einsehbaren Bereich schneefrei, wurde auf jeden Fall abgestiegen. Böser Tritt dürfte auch mit wenig Schneefeldern auskommen. Am Westgrat zum Brentenjoch, bei Übergang zum Rossberg und im Abstieg zum Vilser Jöchl vereinzelte Schneefelder, die aber unproblematisch zu gehen sind bzw. umgehbar sind. Im Übergang vom Füssener Jöchl ins Sebental nach dem Sefensattel noch große, geschlossene Schneefelder, allerdings am Samstag gut eingelatscht worden. Ansonsten in den Tannheimern, Vilsalpseebergen und Daumengruppe nordseitig ab ca. 1500 Meter noch einiges an Schnee.

Anbei noch ein paar Eindrücke von vor dem Schnee ;).

Offline Kauk

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Re:Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #7 am: 20. Mai 2013 - 22:46 Uhr »
Impressionen II.

Offline oliver

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Re:Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #8 am: 21. Mai 2013 - 19:20 Uhr »
 :-L) :-L) :-L)
Danke für die Impressionen
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Offline Christo Hutschel

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Re: Aggenstein - Breitenberg - Brentenjoch
« Antwort #9 am: 29. Dez 2015 - 12:27 Uhr »

Durch die wildromantische Reichenbachklamm führt die Tour auf den 1.838 Meter hohen Breitenberg. Der Berg gehört zur bayerischen Seite der Tannheimer Berge und bildet mit seinem breiten Bergrücken eine markante Erscheinung im Pfrontener Tal. Auf dem Weg nach oben begleitet Sie das Rauschen des Reichenbaches durch den felsigen Wald bis zur Bergstation der Kabinenbahn. Hier öffnet sich der Wald und der weitere Weg führt über Allgäuer Wiesen auf den Bergrücken und zum Gipfel. Die herrliche Aussicht vom Gipfelkreuz des Breitenberges auf das Voralpenland mit seinen vielen Seen belohnt für die Mühen des Aufstieges. Im Hintergrund, zum Greifen nahe, liegt der felsige Gipfel des Aggensteins. Hier mein kleines Video dazu.
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